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Motorboot-Blog von Dieter

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Das Motorboot für die kommende Saison fit machen!

Wenn die Temperaturen steigen und Ostern in greifbare Nähe rückt, wird es allerhöchste Zeit, das Motorboot fit für die kommende Saison zu machen.
Hat das Boot den Winter gut verpackt im Wasserliegeplatz verbracht, wird nach Entfernen der Persenning erst einmal gründlich gelüftet. Die Polster, sofern sie an Bord geblieben sind, kommen an Deck, die Scheibengardinen werden abgenommen und zu Hause in die Waschmaschine gesteckt. Die Kabinen und Kojen unterzieht man einer sorgfältigen Inspektion nach Feuchtigkeit und etwaigem Schimmelbefall. Die Wasserleitungen werden durchgespült und ein Frühjahrsputz bringt Kabine und Salon, Schapps und Kombüse auf Vordermann. Nach Wiedereinbau der Batterie kontrolliert man alle Geräte und Absperrhähne, Trinkwasser- und Fäkalientank auf Funktion und Dichtigkeit.

Die erste Fahrt der Saison geht auf die Werft, denn das Unterwasserschiff muss auf Abnutzung des Antifoulings, Roststellen und Beschädigungen geprüft werden. Opferanoden sollten je nach Fahrwasserqualität spätestes alle zwei Jahre ausgetauscht werden, auch hier empfiehlt sich genaues Hingucken und eine Klopfprobe. Nach dem Slipvorgang muss das Boot gründlich mit Hilfe eines Hochdruckreinigers abgestrahlt werden. Hartnäckigen Verkrustungen wie Muschelbefall rückt man notfalls mit einem Spachtel zu Leibe. Diese erste Reinigung sollte sofort nach dem An-Land-Holen vorgenommen werden, denn ist der Rumpf erst einmal trocken, lässt sich mancher Bewuchs nur noch mit erheblichem Kraftaufwand entfernen.

Die Pflegearbeiten an der Außenhaut hängen stark von Baumaterial (GfK , Stahl oder Holz) und dem Fahrrevier in Süß- oder Salzwasser ab. Ein GfK-Boot weist in der Regel weniger Roststellen auf, muss aber im Unterwasserbereich auf mögliche Osmoseschäden untersucht werden. Stahl- und Holzschiffe dagegen werden geschliffen und lackiert, ihre Instandhaltung ist deutlich zeitintensiver als die von GfK-Booten.

Hat man bereits im Vorjahr ein selbstpolierendes Antifouling mit Teflon-Beschichtung aufgetragen, kann ein Neuanstrich ohne mühsamen Vorschliff erfolgen. Mit einer kleinen Lackrolle werden vom Bug bis zum Heck hintereinander bis zu drei Lagen aufgebracht, eine Zwischentrocknung ist nicht nötig. Dabei ist darauf zu achten, dass die Anoden nicht überstrichen werden, sie verlieren sonst ihre Schutzwirkung. Außerdem sollte die Außentemperatur 15° C nicht unterschreiten, denn ist es zu kühl, gibt es Schwierigkeiten bei der Grundhaftung und der Materialverbrauch steigt.

Um einen ruhigen Motorlauf zu garantieren, ist die Überprüfung des Propellers unumgänglich. Zeigen sich Absplitterungen oder Einkerbungen an den Blättern, ist es sinnvoll, die Bootsschraube auszubauen und zur Reparatur in einen Fachbetrieb einzuschicken. Zu fairen Preisen hat man in einigen Tagen einen reparierten und frisch lackierten Propeller zurück, der nicht nur die nächste Saison mühelos übersteht.
Nun wird das Deck geschrubbt! Gründlich muss in allen Ecken Winterstaub und Moosansatz beseitigt werden. Die Außenhaut wird gewaschen und das ganze Boot mit einer Spezialpflege poliert. Das gilt auch für Stahl- und Holzschiffe, wenn alle schadhaften Stellen ausgebessert wurden und eine Ganzlackierung in diesem Jahr unnötig ist. Das Tauwerk wird einer gründlichen Inspektion unterzogen, ausgefranste Stellen entfernt und ggf. die Festmacher neu gespleißt. Mancher Tampen ist durch den Einfluss von Sonne und Wasser hart und stachelig geworden und gehört jetzt ersetzt. Auch eine Schleppleine für Notfälle sollte sauber aufgeschossen stets griffbereit zur Hand sein. Mit besonderen Schleifpasten rückt man den Schmutzspuren an den Fendern zu Leibe, denn stehen sie blank und glänzend in ihren Körben an Bug und Heck, sieht das ganze Schiffchen aufgeräumt und sauber aus. Verdeck und Fahrpersenning werden aufgespannt und auf Sporenbefall untersucht. Kleine unschöne Stellen kann man selber behandeln, hat sich jedoch in der Winterfeuchtigkeit Schimmel eingenistet, ist es ratsam, einen Planenmacher mit der Reinigung zu beauftragen, der gleichzeitig eine Neuimprägnierung vornehmen kann.

Zu guter Letzt, wenn keine Schmutzarbeiten mehr anstehen, wird das evtl. vorhandene Teakdeck geölt und die edlen Decksmöbel gleich mitbehandelt.

Hat das Boot den Winter auf einem Trailer verbracht und soll der Anhänger im Straßenverkehr genutzt werden, stehen jetzt einige Wartungsarbeiten an. Der Reifendruck ist zu prüfen nach der langen Standzeit unter Last, Kupplungseinheit und die Lichtleiste werden kontrolliert. Man ist gut beraten, eine KFZ-Werkstatt mit der Instandhaltung der Radlager und Bremsanlage zu beauftragen. Hier setzt sich Rost an, insbesondere, wenn der Trailer zum Sippen des Bootes ins Wasser gefahren wurde. Eine etwa fällige TÜV-Untersuchung sorgt für eine Aktualisierung der notwenidhen Plaketten auf den Kfz Kennzeichen und kann bei dieser Gelegenheit gleich mit erledigt werden.

Besondere Aufmerksamkeit verlangt das Herzstück unseres Bootes – der Motor. Öl- und Kraftstofffilter, Motor- und Getriebeöl werden gewechselt, anschließend erfolgt ein ausgiebiger Probelauf.

Außenborder sollten bereits im Herbst mit frischem Getriebeöl versorgt werden. Durch das Einpressen des Öls lässt sich evtl. eingedrungenes Wasser entfernen, Frostschäden im Antrieb wird so wirkungsvoll vorgebeugt.

Jetzt steht einem erholsamen Sommer nichts mehr im Wege, mit einem ersten „fahrwassergekühlten“ Getränk aus der Bilge wird die neue Saison gut gerüstet begrüßt.

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